Die Vedutenmalerei
10.November 2011 von Celine

Eine Vedute (aus dem Italienischen, “Ansicht, Aussicht”) ist in der Bildenden Kunst dem Genre, der Landschaftsmalerei zuzuordnen und ist die wirklichkeitsgetreue Darstellung einer Landschaft oder eines Stadtbildes. 

Die Geschichte der Vedute reicht bis zum Anfang des 16. Jahrhunderts zurück. Die venezianische Malerei beschäftigte sich zur damaligen Zeit mit der Darstellung von Stadtarchitektur. Die Entstehungszeit der Vedute wird aber von der Forschung allgemein auf das 17. Jahrhundert datiert. 

Auf einer Vedute wird ein Stadtpanorama abgebildet. Dabei wird dem Betrachter meist ein Blick auf einen Fluss, einen Platz, einen Kanal, oder eine Straße geboten, welcher sich linearperspektivisch in die Tiefe zieht. Beim betrachten dieser Bilder entsteht ein Gefühl von der kulissenhaftigkeit des Gezeichneten. Sie sollen zunächst die rein ästhetisch reizenden Seiten einer Landschaft oder einer Stadt darstellen. Man kann sagen, dass Veduten ein Vorläufer heutiger Fotografie insbesondere der Ansichtskarten sind. 

Das Genre erlebte einen Boom zur Zeit des Italien-Tourismus, der im 18. Jahrhundert hauptsächlich englische Aristokraten in die Städte Italiens einziehen ließ.  Die damalige englische Elite sehnte sich nach der nostalgisch anmutenden Architekur der Überbleibsel römisch antiker Stätten. Die Verduten wurden dann als “Souvenir” von den Reisen zurück gebracht.

Als wichtigster Künstler dieser Stilrichtung wird wohl zuerst Gaspar van Wittel genannt werden müssen. Der italienisch-niederländische Maler führte als erster die camera obscura als Arbeitsmittel für die Verdutenmalerei ein. Mit dieser wurde es möglich ein Abbild der Panoramen zu schaffen, welches dann abgezeichnet werden konnte. Hier sieht man wieder den engen Zusammenhang zwischen Vedute und der später enstandenen Fotografie. 

Diesem Mittel bedienten sich weiter Größen der Vedutenmalerei, wie Giovanni Antonio Canaletto, oder Francesco Guardi. 

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