
Farben, Quelle: Gerd Altmann / pixelio.de
Ölfarben kann man auch selbst mischen. Aber warum? Und wozu? Jedenfalls nicht aus Gründen der Kostenersparnis. Denn die für die Herstellung benötigten Werkzeuge und Pigmente sind nicht billig. Aber das Selber-Anreiben der groben Ölfarbe macht Spaß und erlaubt die Verwendung individuell bevorzugter Farbpigmente.
Zum Vorgehen ist Folgendes zu sagen: zunächst wird auf die Arbeitsplatte – aus aufgerautem Glas oder Stein – das Pigment gehäuft, bevor es mit Hilfe eines Palettmessers mit Öl – Lein- oder Mohnöl – zu einer trockenen, körnigen Masse vermengt wird. Mit dem Glasläufer, erhältlich in Künstlerfachgeschäften, wird der Farbteig unter kreisenden Bewegungen und leichtem Druck verrieben – solange, bis er fein und cremig ist. Fertig ist die Ölfarbe dann, wenn die Masse beim Reiben nicht mehr knirscht. Ist zudem die gewünschte Feinheit erreicht, kann die Farbe mit dem Palettmesser in Leertuben oder -behälter abgefüllt werden. Zum Schluss: Reinigung der Anreibeplatte nicht vergessen! Nur so können verschiedene Farbtöne hergestellt werden.