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Jetzt ist es wieder so weit. Die kalte Jahreszeit bringt es so mit sich, dass man das Haus bei Minusgraden nur ungerne verlässt. Lieber bleibt man Tee trinkend auf der Couch vor dem Fernseher und dreht die Heizung auf Volldampf. Dem Müßiggänger dem das zu langweilig ist kommt bald die Idee in Öl zu malen. Selbstverständlich braucht man dafür nicht nur Öl, sondern auch eine geeignete Unterlage, auf der man sich in schillernden Farben selbst verwirklichen kann. Jeder professionelle Maler bastelt sich seine Leinwände selbst zusammen. So bleibt er immer flexibel, wenn es um die Wahl des Formats geht und an sich ist das auch schnell gemacht.
Für einen Hobbymaler mag das aber schon ein wenig zu viel Aufwand bedeuten und er kauft sich besser eine bereits fertig zusammengebaute Leinwand. Hierbei ist jedoch auf einiges zu achten. Zunächst sollte das Holz nicht riechen. Riechendes Holz ist nicht lange genug gelagert worden, was unter Umständen heißen kann, dass es sich noch verzieht.
Die Feuchtigkeit ist noch nicht aus dem Holz oxidiert und was heute gerade ist, wird nach zwei Wochen krumm und schief und verzerrt die in Öl gemalte Landschaftspittoreske. Die Lagerung ist ohnehin wichtig. Man sollte alles krumme und schiefe gleich wieder beiseite legen. Auch muss man in der Folge darauf achten, ob der Rahmen genagelt oder gelimt ist. Der geleimte ist besser. Jetzt fehlt natürlich noch die Leinwand selbst. Wer sich teurer belgische Leinwand leisten kann, liegt hier klar im Vorteil. WIderstandsfähigkeit und die Eignung mit Öl bemalt zu werden, sprechen hier klar für den Preis. Günstigeres Leinen kann spröde sein oder mit Webfehlern nerven. Bei der Wahl der Strukturoberfläche sollte man bedenken, dass die strukturelle Beschaffenheit des Leinen mit dem Motiv harmonieren soll.
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Das größte künstlerische Geschick führt bei Ölmalerei zu unbefriedigenden Ergebnissen, wenn die Grundierungstechnik nicht perfektioniert wird.
Denn die Grundierung ist die Ausgangsbasis für jedes Gemälde. Ohne die Grundierung, die verhindert das das Öl aus der Farbe gezogen wird und damit garantiert, dass die Farben weder runzelig werden noch das Bild keine Risse bekommt. Somit wird die Haltbarkeit des Bilders immens verlängert. Die Alten Meister wären ohne diese Technik nicht für die Nachwelt erhalten geblieben.
Zwei Faktoren spielen bei der Grundierung eine immens wichtige Rolle: Das verwendete Material und die angewandte Methode. Für ein optimales Ergebnis ist eine Grundierung auf Wasser-Basis, der auf Terpentin- vorzuziehen. Sie bietet eine gute Möglichkeit für die Anwendung der Faustregel “fett auf mager”, also, das Schicht um Schicht fetter gemalt wird. Nur wer freie Kapazitäten hat, sollte auf die Herstellung von Grundierung nach traditionellem Rezept zurückgreifen, denn dieser Prozess ist zeitaufwändig und umständlich. Ein Garantie für die Qualität der Grundierung gibt es hierbei nicht.
Greift man auf spezielle Künstler-Farben für die Grundierung zurück, so muss man tief in die Taschen greifen. Diese sind im allgemeinen sehr teuer und legen nah, es einmal mit alternativen Grundierungsfarben zu versuchen. Professionelle Fassadenfarbe und Acrylbinder aus dem Baumarkt sind billig zu erstehen und liefern hervorragend Ergebnisse.
Beim ersten Anstrich muss die Grundierung in jedem Falle verdünnt aufgetragen werden. Ebenso müssen die Anstriche vollständig getrocknet sein, bevor zur nächsten Schicht übergegangen werden kann. Vom Untergrund abhängig sind mindestens 3, höchstens 5 Grundierungsschichten notwendig.
Wer auf Leinwand malt, muss darauf achten nicht zuviel Farbe auf die Pinselspitze zu bekommen, um Durchschläge auf der Rückseite des Untergrundes zu vermeiden.
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Ihr Name sagt schon alles, denn man nennt sie auch die direkte Malerei oder auch alla prima. Das meint, dass die Malerei eines Bildes innerhalb eines Versuchs beginnt und auch sein Ende findet. Doch so einfach wie es klingt, ist diese Art der Malerei nicht. Man muss an alles gleichzeitig denken. So malt der Maler schnell und muss gleichzeitig auf alle Bildelemente konzentrieren. Er muss das Licht und den Schatten genau so wie die Positionen und die Größe beachten. Hinzu kommt die Form und auch die Modellierung.
Vorteil der Primamalerei ist, dass der Maler die Wirkung der Farbe sofort bestimmen kann, denn die Technik des Überdeckens bleibt weg. Er muss zudem nicht darauf achten, dass die Farbe trocknen muss, bevor er weiter macht. Für die ungeduldigen Maler ist die Primamalerei quasi prima, denn sie malen ein Bild in einem Durchgang fertig. Früher konnte so ein Maler seine Malarbeiten, die bezahlt wurden, schnell fertigstellen und das Geld dafür erhalten.
Diese moderne Malerei wurde nicht immer geliebt, denn viele Maler übersahen in der Kürze der Zeit Fehler. Außerdem sah man die Qualitäten der Entwicklung nicht. Für die Schnellbilder gab es früher auch nicht besonders viel Geld. Es war wir bei der Kleidung heute. Das Handgemachte kostet immer mehr, als die mit Maschinen geschneiderte Kleidung.
Heute ist es jedoch eine anerkannte moderne Art der Malerei, die jeder gern beherrschen möchte, deren Kunst jedoch nur wenige verstehen.
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Michelangelo da Caravaggio aus Italien, Diego Velázquez in Spanien und Rembrandt aus den Niederlande, diese drei großen Maler sind auf ihre Weise Vertreter der Barockzeit. Diese folgt zeitgeschichtlich auf die Renaissance, hat ihre Anfänge also ungefähr im 16. Jahrhundert. Charakteristisch für die Zeit ist die Gründung der großen Akademien. Sie etablierten sich zur höchsten Instanz in der sich gründenden Kunstwelt im Barock. Hier wurden die Künstler nicht nur technisch ausgebildet, sondern zu gebildeten, mit Philosophie, Kunsttheorie und nicht zuletzt Umgangsformen vertrauten Intellektuellen erzogen. Merkmale der Malerei sind die breiten und runden Formen und starke Hell-Dunkel-Kontraste. Durch die Kontraste soll die dramatische Wirkung der Werke, die oft Bewegung, Spanung und Energie vermitteln wollten, verstärkt werden. Die Hauptmotive waren weiterhin die Darstellung des Profanen und die Ikonenmalerei, Historienmalerei und die Darstellung antiker Mythen. Dabei liegt der Fokus oft, auf intensiven, dramatischen Szenen, beispielsweise Ekstasen, Wunder oder Martyrien und Kämpfen. Die in der Renaissance eingeführte Fluchtperspektive und die damit ermöglichte tiefe Raumdarstellung wurde im Barock weitergeführt. Auch im Barock wollten die Künstler in ihren Werken die Szenen und Motive besonders realitsisch zeigen. Darin liegt ein weiteres Merkmal, die gemalten Figuren sind eher Individuen mit Persönlichkeit statt glatte Ikonen. Die Künstler wollten die Emotionen und Gemütszustände in dem festgehaltenen Ausdruck einfangen, so sind die Gesichter der Barockgemälde sehr viel ausdrucksstärker und detailierter ausgearbeitet, als in den vorherigen Epochen. Aber auch auf die korrekte Wiedergabe der Stoffe und anderer Texturen wurde im Sinne des Realismus geachtet. Vor allem die Maler aus den Niederlande werden als musterhafte Barockmaler angesehen, die üppigen, prunkvollen und detailreichen Figuren in den Werke von Rubens und Rembrandt prägt das Bild, das wir vom Barock haben.
Die Abstrakte Malerei ist eine Stilrichtung der bildenden Kunst und stellt einen Sammelbegriff für verschiedene Strömungen nicht gegenstandsbezogener Malweisen der Klassichen Moderne dar.
Die Abstrakte Maler vermeidet jegliche Tendenzen, die auf eine Gegenständlichkeit abzielen und beschränkt das Gemalte Farb- und Formklänge, sowie innerbildliche Bezuge und Gegensätze. Der Begriff der Abstraktion ist in der Bildenden Kunst des 20. Jahrhunderts auf jegliche Reduktion von natürlichen Eindrücken anwendbar.
im 19. Jahrhundert hatten Künstler, wie William Turner oder Victor Hugo (Literat und Zeichner) begonnen von klaren Strukturen und Linien abzuweichen um sich abstrakteren Darstellungsprinzipien in ihren Ateliers zu widmen.Die Stilrichtung kann als logische Fortführung des Neoimpressionismus, des Kubismus und des Fauvismus gesehen werden. Als Begründer dieser Strömung gelten Wassily Kandinsky und Robert Delaunay. Immer mehr Maler begannen nach 1910 mit der nicht gegenstandsbezogenen Methode zu Arbeiten und es bildeten sich lose, mehr oder weniger unabhängige Schulen der Malerei.
Von der breiten Masse bekam die Abstrakte Malerei eher negative Kritiken. Auch Kunstkritiker zeigten sich zunächst skeptisch. Denn die Abweichung vom Gegenständlichen bedeutete auch eine Abweichung vom etablierten Kunstbegriff. In polemischer Weise wurde die Schlichtheit der Werke, die weder künstlerische Begabung noch handwerkliches Können voraussetzen würden, diffamiert. Kontroversen rief beispielsweise das Schwarze Quadrat von Kasimir Malewitsch hervor. Es handelt sich bei diesem Werk um ein einzige schwarze Fläche auf weissem Grund.
Malewitsch Gedanken zu diesem Werk verdeutlichen eindeutig den Geist des Abstrakten, der ihn dazu bewog in seiner Reduktion bis zum Äußeren zu gehen:
„Als ich 1913 den verzweifelten Versuch unternahm, die Kunst vom Gewicht der Dinge zu befreien, stellte ich ein Gemälde aus, das nicht mehr war als ein schwarzes Quadrat auf einem weißen Grundfeld. Es war kein leeres Quadrat, das ich ausstellte, sondern vielmehr die Empfindung der Gegenstandslosigkeit.“