Die Genremalerei
18.Oktober 2011 von Celine

Genremalerei, Foto: MilchAuge_Flickr

Genremalerei, Foto: MilchAuge_Flickr

Betrachtet man ein Genrebild, so wird man eine gemalte Abbildung einer Alltagsszene darauf erkennen. Dies können beispielsweise Szenen und Handlungen oder Menschengruppen sein. Auch die Schilderung von Lebensbedingungen eines Volkes sind häufig.

Vorläufer dieser Malerei waren die genrehaften Monatsbilder, welche vor allem in den flämischen Stundenbüchern des 15. Jahrhunderts zu finden sind. Aber auch berühmte Künstler wie zum Beispiel Pieter und Jan Bruegel der Ältere sowie Lucas von Leyden malten schon im 16. Jahrhundert solch typische Familien- und Bauernszenen.

Dabei wurden meistens die negativen Verhaltensweisen wie Streit,Trunksucht oder Kuppelei gemalt, um den Menschen ihre Fehler aufzuzeigen zu machen und abzuschrecken.

Den Höhepunkt erlebte die Genremalerei im 17.Jahrhundert nach dem Wandel hin zur Reflexion der Wertvorstellungen gehobener Bevölkerungsschichten. Seither sind die moralischen Appelle eher versteckt in den Genrebildern zu finden.  Ein Künstler dieser Zeit war z.B. Jan Vermeer.

Nach heutiger kunsthistorischer Auffassung ist es klar, dass Genrebilder immer eine Alltagsszene darstellen, die jedoch in den meisten Fällen immer einen tieferen Sinn verbirgt.

Somit kann sie als populäre Bildsprache des Barocks gesehen werden, die mit Hilfe von Allegorien komplexe Aussagen darstellt, welche auf unterschiedlichste Weise gedeutet werden können.

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, lebte das Genrebild wieder auf, spiegelte aber im Zusammenhang zum Realismus eher ein soziales Tendenzbild wider. Daher kann die Genremalerei auch als Wegbereiter des Impressionismus anzusehen.


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